2025 – ein Jahr der Entscheidungen und Veränderungen
2025 war ein Jahr voller Entscheidungen und Veränderungen. Manche davon waren aufregend. Einige davon waren aber, ehrlich gesagt, auch ziemlich beängstigend.
Was jetzt folgt ist ein persönlicher Text.
Wir haben ein kleines „Wrapped“ zusammengestellt für alle, die sich vor allem für Zahlen und Fakten interessieren. Das hier kommt jedoch von mir. Von Lena.
penumbra ist seit über zehn Jahren mein Baby. Das zu schreiben fühlt sich immer noch ein bisschen unwirklich an. Ich weiß, ich sage das oft, aber ich hätte mir wirklich nie vorstellen können, dass „das hier“ einmal etwas Reales wird. Etwas, das meine Miete bezahlt. Etwas, das mich durch mein Leben begleitet. Etwas, das sogar Mitarbeitende hat 😱
Ein Unternehmen zu führen bringt viele Freuden mit sich, aber es birgt immer auch Herausforderungen. Für mich war die größte davon schon immer, die richtigen Menschen für eine Zusammenarbeit zu finden. „Richtig“ bedeutet dabei nicht nur kompetent oder fachlich gut. Es bedeutet auch, menschlich zu harmonieren und gut miteinander arbeiten zu können. Das gilt für Mitarbeitende, Freelancer*innen, Partnershops, Versandpartner und eigentlich alle, die involviert sind.
2025 hat genau in diesem Bereich viel Bewegung gebracht. Es hat mich außerdem gezwungen, ganz grundlegend zu überdenken, wie Bestellungen organisiert und abgewickelt werden.
Viele unserer Strukturen sind vor Jahren entstanden, als penumbra noch deutlich kleiner war. Jetzt befinden wir uns in einem seltsamen Dazwischen. Zu groß für ein Ein-Personen-Business, aber nicht groß genug, um problemlos ein vollständiges Team aufzubauen. Und trotzdem brauchen wir Strukturen, die mit mehreren Menschen tatsächlich funktionieren.
Und an dieser Stelle muss ich etwas zugeben: Ich hasse IT. Wirklich. Ich hasse es, digitale Daten ordentlich zu organisieren und Dinge so abzulegen, dass sie langfristig Sinn ergeben. Das ist nach wie vor ein Kampf. Aber dieses Jahr haben wir ein paar kluge Änderungen und Umstellungen gemacht. Außerdem mussten wir unsere Website zu einem neuen Anbieter übersiedeln, was für sich genommen schon ein riesiges Projekt war.
Und dann ist da ja noch das Marketing. Huiuiui. Ich habe dieses Jahr mit einigen wirklich seltsamen Firmen, Agenturen und Freelancer*innen gesprochen. Mit sehr lauten Ideen, die weder zu mir noch zu penumbra gepasst haben. Ja, wir haben in diesem Bereich definitiv noch Luft nach oben. Aber ich bewege mich lieber langsam, als Dinge zu tun, die sich zu unangenehm verkaufsgetrieben oder einfach falsch anfühlen. Deshalb war unser Marketing zeitweise etwas (un)ruhig. Inzwischen habe ich jedoch eine wunderbare Person gefunden, und wir haben uns ganz bewusst für einen langsamen Ansatz entschieden, der mir Zeit zum An- und Mitkommen gibt.
All das ist passiert, während der Betrieb ganz normal weiterlief.
Und dann war da noch die ganze US-Zoll-Thematik. Viele von euch wissen das vielleicht nicht, aber wir verkaufen tatsächlich einen nicht unerheblichen Teil unserer Anfertigungen in die USA. Danke an dieser Stelle an all unsere wunderbaren Kund*innen dort drüben ❤️
Als das plötzlich wegbrach, war das ein echter Schock. Rund ein Drittel des Einkommens zu verlieren ist nichts, was man einfach so wegsteckt. Inzwischen kommt es langsam wieder zu etwas Bewegung, aber diese Phase war wirklich beängstigend.

Trotzdem haben wir es geschafft.
Trotz Umstrukturierungen, Menschen, die kamen und gingen, Unsicherheit und vielen neuen Überlegungen sind wir noch da. Und wir haben immer noch Lust, uns einem neuen Jahr mit neuen Herausforderungen zu stellen.
Eine Sache ist mir dieses Jahr jedoch sehr klar geworden: Wie sehr mir freie Kreativität fehlt. Ich liebe es, mit euren Ideen zu arbeiten und zu sehen, welche Farben und Designs ihr euch ausdenkt. Aber ich hatte schon länger keinen Raum mehr, um etwas komplett Neues aus mir heraus entstehen zu lassen.
Außerdem habe ich mir sprichwörtlich zu viele Hüte gleichzeitig aufgesetzt, mehr als eine Person vernünftigerweise tragen sollte. Das hat es schwerer gemacht, so mit euch in Kontakt zu sein, wie ich es mir wünsche. Und trotzdem ist es nach wie vor eines der schönsten Dinge an meiner Arbeit, eure Geschichten zu hören.
Das ist etwas, das ich 2026 ändern möchte.
Ich möchte Kreativität zurück in mein Berufsleben holen. Projekte starten, einfach “nur” weil ich sie liebe. Und ich möchte mehr Möglichkeiten schaffen, damit ihr eure Geschichten mit uns teilen könnt ❤️
Wir werden 2026 wieder bei obscene in Karlsruhe dabei sein, worauf ich mich schon sehr freue. Natürlich sind wir auch bei der BoundCon in München. Und vielleicht versuchen wir es im November noch einmal mit dem KWS 🇳🇱
Ein weiteres Ziel für 2026 ist es, mehr Partner*innen zu finden, die unsere Produkte in ihr Sortiment aufnehmen. Ich werde oft gefragt, wo man unsere Anfertigungen vor Ort sehen kann. Ich verstehe den Wunsch total, Dinge anfassen und wirklich sehen zu wollen, bevor man sich entscheidet. penumbra ist allerdings eine kleine Marke, aufgebaut mit Sorgfalt und bestimmten Werten im Kopf. Das bedeutet, dass wir mit Partner*innen arbeiten möchten, die diese Werte teilen. Menschen, denen ihre Kund*innen wichtig sind und die den Wert persönlicher Begegnung verstehen.
Also: Wenn du Lieblingsshops hast, in denen du unsere Produkte gern sehen würdest, sag mir Bescheid.
Bitte keine großen Ketten. Das passt einfach nicht zu unseren Vorstellungen.
Zum Schluss bleibt noch zu sagen:
Danke, dass du da bist.
Danke, dass du diese herausfordernde, wunderschöne Reise mitträgst.
Auf 2026 🥂
Lena

